GUTE VORSÄTZE FÜRS NEUE JAHR

GUTE VORSÄTZE FÜRS NEUE JAHR
Aktuelle Online-Trends der Werbebranche

2. Videos für soziale Netzwerke

Videos auf sozialen Plattformen nehmen zu, der Eindruck täuscht nicht. Mittlerweile erlauben fast alle großen Plattformen, Videos hochzuladen, die auch oft am meisten „gefördert“ werden und im News-Feed oder der Timeline angezeigt werden. Apropos angezeigt werden: Aufgrund der riesigen Datenflut in den sozialen Netzwerken entscheiden mittlerweile vor allem Computer mit ihren berühmt-berüchtigten Algorithmen, was wir schauen. Schon lange nicht mehr erscheinen alle Inhalte der abonnierten Personen auch in der eigenen Timeline. Wer das anstrebt, muss als Creator daher entweder bezahlen oder es schaffen, einen viralen Clip zu produzieren.

Soziale Medien sind auch gute Werbeplattformen

Mein zweiter Vorsatz: Nutze die sozialen Medien – und zwar richtig. Dieser Zug fährt zwar schon schneller als der Live-Stream-Zug, aber es ist noch möglich aufzuspringen.
Wie die sozialen Netzwerke funktionieren, habe ich anhand der alljährlichen Weihnachtsspots des Einzelhandels bereits in einem anderen Beitrag beschrieben.
Es geht darum, die Fülle der Möglichkeiten zu nutzen, die Facebook, Twitter, Instagram oder YouTube bereitstellen. Dabei spielt vor allem die authentische Wirkung der Videos eine entscheidende Rolle, um eine möglichst große Reichweite zu generieren. Geteilt werden vor allem emotionale Videos, ob Glücksgefühle oder Wut macht einen gar nicht so großen Unterschied – sie müssen nur berühren.

Grundsätzlich sollten Videos auf sozialen Netzwerken mehr die Regel als die Ausnahme sein. Denn je mehr und regelmäßiger solche veröffentlicht werden, desto besser werden diese in den Suchergebnissen gelistet bzw. im News-Feed angezeigt. Daher sollte mit der Idee Videos hochzuladen, auch ein Plan einhergehen, der langfristig ausgerichtet ist.

3. Inhalte: Unterhaltsam und authentisch.

Welche Inhalte sollten die Videos haben? Eine schwierige Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt. Grundsätzlich suchen die Nutzer der Netzwerke meist Unterhaltung, nur selten informiert man sich dort aktiv über ein Unternehmen. Die meisten Inhalte erscheinen ja ohnehin direkt in der eigenen Timeline ohne Zutun. Oder wann hast Du zuletzt das Profil eines Unternehmens aufgerufen? Daher lässt sich vereinfacht sagen, dass das Video unterhaltsam sein sollte, möglichst auf authentische Art. Das können „private“ Blicke hinter die Kulissen sein, das Making-of zum Imagefilm oder der Mitarbeiter, der ein konkretes Projekt schildert. Unterhaltsame und kurze (am besten unter einer Minute!) Videos sind am besten. Ansprechende Werbeclips funktionieren auch gut, der zehnminütige Produktfilm vermutlich weniger.

Ab 2020 werden wir daher vermehrt Videos in den sozialen Medien sehen, die das komplette Marketing eines Produkts von der ersten Idee bis zum Verkauf abdecken können. Die sehr guten Interaktionsraten von Videos sprechen für sich.

Authentisch bedeutet übrigens nicht, dass das Video qualitativ „schlecht“ produziert wird. Auch ehrliche Videos sollten mit einem gewissen Qualitätsstandard erstellt werden. Eine wackelige Handy-Aufnahme wirkt zwar echt, aber im Unternehmensumfeld ist das etwas zu viel des Guten. Wir werden in den nächsten Jahren eine steigende Qualität der Produktionen beobachten, da es zunehmend schwieriger wird sich mit Standard-Inhalten abzusetzen. Scheue daher nicht, in hochwertige Produktionen zu investieren. Gut gemachte Filme bleiben in Erinnerung.

Vor allem authentische Inhalte sind gefragt. Hochglanz-Werbung wird in den meisten Fällen hinter den Erwartungen zurückbleiben und entspricht nicht den derzeitigen Trends der Werbung.

4. Sei ungewöhnlich

Da das Produzieren von Videos zumindest auf der technischen Seite zunehmend erschwinglicher geworden ist, sehen wir immer mehr Videos von Unternehmen vor allem im Internet. Die meisten davon aber sind „von der Stange“ und bleiben daher oft nur kurz im Gedächtnis. Als Filmproduzent suchen wir daher immer eine gute Lösung zwischen Aufmerksamkeit und passendem Image. Oft ist es eine Mischung aus Angst vor etwas Neuem und dem zur Verfügung stehenden Budget, die solche Ideen im Keim erstickt. Für ein virales Video aber sind das Hürden, die es zu überwinden gilt.

Kreativität zahlt sich aus.

Daher mein dritter Vorsatz: Sei kreativ und ungewöhnlich, setze Dich von der Masse durch einen lustigen, emotionalen oder authentischen Clip ab. Geteilt in den sozialen Netzwerken, können davon sehr schnell sehr viele Menschen erreicht werden.

Ein Beispiel finden wir bei den erfolgreichsten Werbe-Videos 2019 auf YouTube. In Deutschland ist hier #LikeABosch ganz vorne. Die komplette Liste kann viel Inspiration bieten.

Erzähle am besten eine Geschichte wie im Kino. Die meisten Filme gehen vom Unternehmen aus und nicht vom Kunden. Kreiere z.B. eine fiktive Person, die etwas Emotionales mit dem Unternehmen erlebt, anstatt die Unternehmensgründung vor fünfzig Jahren in die Kamera zu sprechen.

5. Produziere Videos

Mein letzter Vorsatz ist einfach: Produziere Videos – egal welche. Damit gehörst du zu den 2/3, die vermehrt in Videos investieren wollen – zumindest, wenn Du Vertriebs- oder Marketingleiter bist. Die Konkurrenz verschläft also nicht die neuesten Trends der Werbung. Aber zwischen „Wollen“ und „Tun“ gibt es bekanntermaßen einen Unterschied…

Du interessierst Dich für Werbung im Internet? Dann sieh Dir auch den folgenden Beitrag an:

Die besten Werbefilme auf YouTube

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