GUTE VORSÄTZE FÜRS NEUE JAHR

GUTE VORSÄTZE FÜRS NEUE JAHR
Aktuelle Online-Trends der Werbebranche

Das neue Jahr hat begonnen. Im Kalender schreiben wir nun die ersten paar Wochen noch regelmäßig 2019, bis wir uns an das neue Jahrzehnt gewöhnt haben – dann ist es auch schon wieder rum. Scheinbar vergeht die Zeit jedes Jahr schneller, entwickelt sich die Technik mit atemberaubender Geschwindigkeit und die Trends wechseln täglich. Grund genug, sich für das nächste Jahr ein paar gute Vorsätze zu überlegen und Trends in der Werbung frühzeitig zu erkennen. Wie das beim Einsatz von Filmen im Unternehmen aussehen kann, möchte ich folgend aufzeigen sowie das vergangene Jahrzehnt betrachten. Vieles hat sich gewandelt.

1. (LIVE-)STREAMING

Das vergangene Jahrzehnt war das der Streaming-Angebote, gar ein Umbruch in der Unterhaltungsindustrie. Durch die voranschreitende Digitalisierung verkündete Reed Hastings als CEO von Netflix bereits im Jahr 2010, sein Unternehmen sei nun ein Streaming-Unternehmen. Auf ihn folgten zahlreiche andere Anbieter und zum Ende des Jahrzehnts stehen wir vor der Entscheidung, wie viele der Angebote wir uns denn tatsächlich leisten können. Das hat den TV-Markt revolutioniert. Wir schauen nicht mehr linear, sondern das, was wir gerade möchten.

Nach diesem Umbruch in den Trends sowie durch die anhaltende Beliebtheit von Videoplattformen, allen voran YouTube, erleben wir nun einen weiteren Wandel hin zum Live-Streaming. Die Video-Plattform Twitch beispielsweise, die mittlerweile zu Amazon gehört, verkündet schon seit Jahren exponentiell steigende Nutzerzahlen. Dort sind vor allem Gaming-Inhalte und Livestreams der großen Influencer zu sehen, aber auch der unscheinbare Nachbar von nebenan verbreitet seine Inhalte dort. Streaming war nie einfacher. Das deutlich schneller gewordene Internet erlaubt es sogar, per Smartphones qualitativ hochwertige Streams in die Welt zu senden – zumindest, wenn das Mobilfunknetz gerade verfügbar ist.

YouTube bietet die Möglichkeit, Videos live zu streamen

Wir folgen also den Trends einer immer schneller werdenden Welt. Viele verbreitet Inhalte in Echtzeit, es gibt sofort Rückmeldung der Zuschauer. Das ist der unaufhaltsame Wandel durch die Digitalisierung, entspannter ist die Welt dadurch aber nicht geworden.

Daher mein erster guter Vorsatz für das neue Jahr: Springe auf den bereits fahrenden Zug auf und nutze die Möglichkeit eines Live-Streams. Beispiel: Übertrage die Mitarbeiterveranstaltung am Firmensitz an die anderen Standorte. Somit müssen die Mitarbeiter nicht alle anreisen. Das spart Kosten und schont das Klima. Durch die Kommentarfunktion können Fragen direkt an den Moderator weitergeleitet werden und erlauben ein aktives Teilnehmen aller Mitarbeiter. Zudem können die Mitarbeiter per Live-Schaltung auf die Leinwand vor Ort zugeschaltet werden und so direkt in einer „Konferenz“ ihre Meinung einfließen lassen.

Streaming ist keine Einbahnstraße wie das lineare TV. Die Interaktion mit dem Zuschauer ist ein elementarer Bestandteil.

2. VIDEOS FÜR SOZIALE NETZWERKE

Videos auf sozialen Plattformen nehmen zu, der Eindruck täuscht nicht. Mittlerweile erlauben fast alle großen Plattformen, Videos hochzuladen, die auch oft am meisten „gefördert“ werden und im News-Feed oder der Timeline angezeigt werden. Apropos angezeigt werden: Aufgrund der riesigen Datenflut in den sozialen Netzwerken entscheiden mittlerweile vor allem Computer mit ihren berühmt-berüchtigten Algorithmen, was wir schauen. Schon lange nicht mehr erscheinen alle Inhalte der abonnierten Personen auch in der eigenen Timeline. Wer das anstrebt, muss als Creator daher entweder bezahlen oder es schaffen, einen viralen Clip zu produzieren.

Soziale Medien sind auch gute Werbeplattformen

Mein zweiter Vorsatz: Nutze die sozialen Medien – und zwar richtig. Dieser Zug fährt zwar schon schneller als der Live-Stream-Zug, aber es ist noch möglich aufzuspringen.
Wie die sozialen Netzwerke funktionieren, habe ich anhand der alljährlichen Weihnachtsspots des Einzelhandels bereits in einem anderen Beitrag beschrieben.
Es geht darum, die Fülle der Möglichkeiten zu nutzen, die Facebook, Twitter, Instagram oder YouTube bereitstellen. Dabei spielt vor allem die authentische Wirkung der Videos eine entscheidende Rolle, um eine möglichst große Reichweite zu generieren. Geteilt werden vor allem emotionale Videos, ob Glücksgefühle oder Wut macht einen gar nicht so großen Unterschied – sie müssen nur berühren.

Grundsätzlich sollten Videos auf sozialen Netzwerken mehr die Regel als die Ausnahme sein. Denn je mehr und regelmäßiger solche veröffentlicht werden, desto besser werden diese in den Suchergebnissen gelistet bzw. im News-Feed angezeigt. Daher sollte mit der Idee Videos hochzuladen, auch ein Plan einhergehen, der langfristig ausgerichtet ist.

3. INHALTE: UNTERHALTSAM UND AUTHENTISCH.

Welche Inhalte sollten die Videos haben? Eine schwierige Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt. Grundsätzlich suchen die Nutzer der Netzwerke meist Unterhaltung, nur selten informiert man sich dort aktiv über ein Unternehmen. Die meisten Inhalte erscheinen ja ohnehin direkt in der eigenen Timeline ohne Zutun. Oder wann hast Du zuletzt das Profil eines Unternehmens aufgerufen? Daher lässt sich vereinfacht sagen, dass das Video unterhaltsam sein sollte, möglichst auf authentische Art. Das können „private“ Blicke hinter die Kulissen sein, das Making-of zum Imagefilm oder der Mitarbeiter, der ein konkretes Projekt schildert. Unterhaltsame und kurze (am besten unter einer Minute!) Videos sind am besten. Ansprechende Werbeclips funktionieren auch gut, der zehnminütige Produktfilm vermutlich weniger.

Ab 2020 werden wir daher vermehrt Videos in den sozialen Medien sehen, die das komplette Marketing eines Produkts von der ersten Idee bis zum Verkauf abdecken können. Die sehr guten Interaktionsraten von Videos sprechen für sich.

Authentisch bedeutet übrigens nicht, dass das Video qualitativ „schlecht“ produziert wird. Auch ehrliche Videos sollten mit einem gewissen Qualitätsstandard erstellt werden. Eine wackelige Handy-Aufnahme wirkt zwar echt, aber im Unternehmensumfeld ist das etwas zu viel des Guten. Wir werden in den nächsten Jahren eine steigende Qualität der Produktionen beobachten, da es zunehmend schwieriger wird sich mit Standard-Inhalten abzusetzen. Scheue daher nicht, in hochwertige Produktionen zu investieren. Gut gemachte Filme bleiben in Erinnerung.

Vor allem authentische Inhalte sind gefragt. Hochglanz-Werbung wird in den meisten Fällen hinter den Erwartungen zurückbleiben und entspricht nicht den derzeitigen Trends der Werbung.

4. SEI UNGEWÖHNLICH

Da das Produzieren von Videos zumindest auf der technischen Seite zunehmend erschwinglicher geworden ist, sehen wir immer mehr Videos von Unternehmen vor allem im Internet. Die meisten davon aber sind „von der Stange“ und bleiben daher oft nur kurz im Gedächtnis. Als Filmproduzent suchen wir daher immer eine gute Lösung zwischen Aufmerksamkeit und passendem Image. Oft ist es eine Mischung aus Angst vor etwas Neuem und dem zur Verfügung stehenden Budget, die solche Ideen im Keim erstickt. Für ein virales Video aber sind das Hürden, die es zu überwinden gilt.

Kreativität zahlt sich aus.

Daher mein dritter Vorsatz: Sei kreativ und ungewöhnlich, setze Dich von der Masse durch einen lustigen, emotionalen oder authentischen Clip ab. Geteilt in den sozialen Netzwerken, können davon sehr schnell sehr viele Menschen erreicht werden.

Ein Beispiel finden wir bei den erfolgreichsten Werbe-Videos 2019 auf YouTube. In Deutschland ist hier #LikeABosch ganz vorne. Die komplette Liste kann viel Inspiration bieten.

Erzähle am besten eine Geschichte wie im Kino. Die meisten Filme gehen vom Unternehmen aus und nicht vom Kunden. Kreiere z.B. eine fiktive Person, die etwas Emotionales mit dem Unternehmen erlebt, anstatt die Unternehmensgründung vor fünfzig Jahren in die Kamera zu sprechen.

5. PRODUZIERE VIDEOS

Mein letzter Vorsatz ist einfach: Produziere Videos – egal welche. Damit gehörst du zu den 2/3, die vermehrt in Videos investieren wollen – zumindest, wenn Du Vertriebs- oder Marketingleiter bist. Die Konkurrenz verschläft also nicht die neuesten Trends der Werbung. Aber zwischen „Wollen“ und „Tun“ gibt es bekanntermaßen einen Unterschied…

Du interessierst Dich für Werbung im Internet? Dann sieh Dir auch den folgenden Beitrag an:

Die besten Werbefilme auf YouTube

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